Externer Veranstaltungstip: Fr. 20.01.: Die Wut, die bleibt

Lesung von Mareike Fallwickl

„radikal, wachrüttelnd, empowernd“ so kündigt der Verlag Mareike Fallwickls neuer Roman über die Last, die auf den ­Frauen ­abgeladen wird an:

Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.

Helenes beste Freundin Sarah, die ­Helene ­ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der ­Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die ­älteste Tochter von Helene, sucht nach einer ­Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.

Die Lesung findet am Fr 20.01. um 19:30 Uhr im Kulturzentrum „Affekt“ (Wittelsbacher Str. 37, Rosenheim) statt. Karten gibt es bei Bücher Johann:

https://buecherjohann.buchkatalog.de/product/4099276460882596761/Tickets_Tickets//Ticket-Lesung-Fallwickl/

(Oder per E-Mail an [email protected] oder anrufen unter 08031/5818438)

Medium des Monats: Ausstellungskatalog „Neofaschismus in Deutschland“

Ausstellungskatalog „Neofaschismus in Deutschland“

Unser Medium des Monats Januar ist der Begleitkatalog zur Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“. Diese wird in der Zeit vom 27. Januar bis 5.Februar im Kulturzentrum Affekt (https://migration.rosenheim.tk/2022/12/29/ausstellung-neofaschismus-in-deutschland/) gezeigt.

Die Ausstellung gibt auf 25 Tafeln einen Überblick über neuesten neofaschistischen Entwicklungen (Von AfD bis Querdenker:innen) in Deutschland. Bereits 1985 hat der VVN-BdA die erste Version der Ausstellung „Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland“ öffentlich vorgestellt. Im Rosenheim ist die 2021 überarbeitete und aktualisierte 7. Version zu sehen. Die Ausstellung will den Blick auf die rechte Bewegung als Ganzes richten und die Rolle der AfD darin deutlich machen. So heißt es im Geleitwort zur Ausstellung:

„Dies ist besonders deshalb von großer Bedeutung, weil die AfD noch immer versucht, sich als „bürgerliche“ Partei darzustellen und darin – wie in Thüringen besonders deutlich wurde – auch aus Teilen der CDU und der FDP unterstützt wird. Dass das möglich ist, zeigt, wie sehr die „rote Linie“ gegen offen (neo-)faschistische Kräfte, die Jahrzehnte lang trotz des stets gepflegten Antikommunismus als „Konsens der Demokraten“ galt, gefährdet ist. Dass durchaus militant agierende Straßen-Bewegungen wie „PEGIDA“ und „Querdenken“ zunächst als „besorgte Bürger:innen“ wahrgenommen wurden und die insbesondere bei „Querdenken“ kaum zu übersehende antisemitische Konnotation auch ehemals den Grünen Nahestehende nicht vom Mitmachen abhält, macht dies ganz deutlich.“ (S.5)

Die Broschüre gibt die Inhalte der Ausstellung wieder. Nach einer Einleitung und einem Rückblick ist ein Schwerpunkt der Ausstellung die Ideologie der neofaschistischen Szene. Auf neun Tafeln werden Demokratiefeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, genauso thematisiert wie die Themenfelder Soziale Demagogie, Geschlechterbilder und Ökologie. Auch der Gewaltaffinität und dem Geschichtsrevanchismus der neofaschistischen Szene werden eigene Tafeln gewidmet.

In einem zweiten Teil geht es um die Struktur der vordergründig zersplittert wirkenden Szene. Die Ausstellung und der Katalog zeigen in einem dritten Teil (Zusammenhänge und Hintergründe) auf sechs Tafeln wie diese Organisationen und Strömungen untereinander verflochten sind und geben schlaglichtartige Einblicke in deren Propaganda und Finanzierung.

Laut dem Vorwort wünscht sich der VVN:

„…, dass die Ausstellung dazu beiträgt, unserem Ziel und dem Ziel der breiten antifaschistischen Bewegung in Deutschland ein Stück näher zu kommen: die AfD aus den Parlamenten zu vertreiben und ihr und der ganzen Bewegung damit die wichtigste Bühne für ihre Hetze, die Einnahmen aus Steuergeldern, mit denen sie hunderte Stellen für Nazis aller Art finanziert, und die Legitimität, die sie daraus ableitet, zu nehmen (S.5)“.

Das sind große Ziele – was die Ausstellung aber sicher leistet ist einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Gefahren der extremen Rechten zu liefern. Die Ausstellung ist von 27.1. bis 5.2. in der Kegelbahn (nicht barrierefrei) der ehem. Brezn, dem jetzigen Kulturzentrum „Affekt“ (Wittelsbacher Str. 37, Rosenheim) zu sehen. Dort wird auch am 27.1./29.1/4.2/5.2.2023 das thematisch passende Theaterstück „Medea“ aufgeführt (Ausstellungsöffnung 19:00 Uhr – Theater 20:00 Uhr). Darüber hinaus ist die Ausstellung am 30.1, 1.2. und 3.2. 2023 von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr (u.a. für Schulklassen) geöffnet. Die Inhalte der Ausstellung sind auch online https://vvn-bda.de/neofaschismus-in-deutschland/) oder in unserem Medium des Monats, dem Begleitkatalog zur Ausstellung “Neofaschismus in Deutschland” nachzulesen. Die Broschüre kann in der Bibliothek_A eingesehen oder im VVN Shop bestellt (https://shop.vvn-bda.de/produkt-kategorie/material/ausstellungen_kataloge/) werden.

Medium des Monats: Arbeiterwiderstand in Südbayern

Unser Medium des Monats November/Dezember ist das im August erschienene Büchlein „Skizzen – Arbeiterwiderstand in Südbayern“ von Max Brym. Der Autor wird am Sonntag, den 04.12.22 im Rahmen der Filmvorführung von „Das rote Burghausen – Widerstand gegen das dritte Reich“3 im Rosenheimer linken Zentrum (Innstr. 45a) referieren.

„Medium des Monats: Arbeiterwiderstand in Südbayern“ weiterlesen

Unser Medium des Monats Oktober: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Am Sa, 22.10.22 (18:00 Uhr) kommt Manja Präkels nach Rosenheim und liest aus ihrem mehrfach ausgezeichneten1 Buch „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“. Dieses Buch ist auch unser Medium des Monats Oktober. Präkels beschreibt in ihrem im Verbrecher Verlag erschienen Debütroman das Ende der DDR und den Aufstieg rechter Gruppen in Brandenburg.

„Unser Medium des Monats Oktober: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ weiterlesen

Sa., 22.10. – Autorinnenlesung mit Manja Präkels

Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung

Sa., 22.10. – Autorinnenlesung mit Manja Präkels:

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Am Samstag den, 22. Oktober kommt Manja Präkels nach Rosenheim und liest um 18:00 Uhr in der Innstraße 45a (Z linkes Zentrum in Selbstverwaltung) aus ihrem mehrfach ausgezeichneten Buch „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“. Präkels beschreibt in ihrem im Verbrecher Verlag erschienen Debütroman den Untergang der DDR und den Aufstieg rechter Gruppen in Brandenburg. Im Anschluss an die Lesung steht die Autorin beim gemeinsamen Essen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

„Sa., 22.10. – Autorinnenlesung mit Manja Präkels“ weiterlesen

Sa, 16.07. (16 Uhr) – Jovana Reisinger liest in Rosenheim aus „Die Spitzenreiterinnen“

Am Samstag, den 16. Juli um 18 Uhr liest Jovana Reisinger im Rahmen der Reihe „Autor:innenlesungen in der Bibliothek_A“ aus ihrem Debütroman Die Spitzenreiterinnen.Bereits um 16:00 Uhr kann man sich bei Kaffee und Kuchen im schönen Innenhof des Z-linken Zentrums auf eine anregende Kulturveranstaltung einstimmen.

„Sa, 16.07. (16 Uhr) – Jovana Reisinger liest in Rosenheim aus „Die Spitzenreiterinnen““ weiterlesen

„Ausgefeilte Sprache und besonderes Detailreichtum“

Lesung mit Markus Ostermair aus Der Sandler

Am vergangen Samstag (25.06.22) , war der mehrfach ausgezeichnete Autor Markus Ostermair für eine Lesung in Rosenheim. Im Hinterhof der kleinen ehrenamtlich betriebenen „Bibliothek_A“ (ehem. Buchhandling Irrlicht) stellte er seinen Debütroman Der Sandler vor.

Markus Ostermair liest aus „Der Sandler“ Bild: J. Müller

Während Ostermair aus seinem Roman liest, scheint die Sonne in die Hofeinfahrt vor dem Rosenheimer „Z“. Auch im Roman ist es Sommer. „Ich wollte keinen Winterroman schreiben“ sagte Ostermair in der anschließenden Diskussion zu seinem Roman. Obdachlosigkeit sei für viele Menschen jederzeit ein Problem, nicht nur im Zeitraum der Fernsehbeiträge rund um Weihnachten. Sechs Tagen und sechs Nächten sind der Rahmen in denen Ostermair in seinem Roman die soziale Realität von Obdachlosen mit einem großen Figurenpanorama schildert. Wegen der „ausgefeilten Sprache und des besonderen Detailreichtums“ wurde Ostermairs Debütroman mit dem „Bayerischen Kunstförderpreise 2021“ in der Sparte „Literatur“ ausgezeichnet. Dass er diese und weitere Auszeichnungen (u.a. Tukan-Preis der Stadt München) zurecht erhalten hatte, zeigt der studierte Germanist bei seiner Rosenheimer Hinterhoflesung.

„„Ausgefeilte Sprache und besonderes Detailreichtum““ weiterlesen